Ein Faden läuft durch deine Tage. 

Du spürst ihn vielleicht nicht, aber er ist da. 

Die Nornen, die Weberinnen des Schicksals, spinnen ihn seit jeher: 

Urd, die Vergangenheit. 

Verdandi, das Jetzt. 

Skuld, das, was werden will.

In den Rauhnächten ruhen die Webstühle des Jahres, und du darfst den Faden neu in die Hand nehmen. 

Was willst du weiterspinnen? Was darf sich lösen?

Und während draußen der erste Schnee fällt, schüttelt Frau Holle ihre Betten aus. 

Sie zieht durch die langen, dunklen Nächte und sieht dich an, mit warmen Augen. 

Bei ihr darfst du dich ausruhen. Bei ihr darf alles still werden, was zu laut war.

Lass dich weben. Lass dich tragen. Lass dich von ihr beschenken

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